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Der Sonnen-Radweg: vom Brenner bis nach Sizilien mit dem Fahrrad

Sonnen Radweg Italien

Der Sonnen-Radweg (ciclopista del sole – CPS) ist 3000 km lang und von der FIAB (Italienischer Verband der Fahrradfreunde) entworfen worden.

Er wurde zum ersten Mal 1991 während „VeloCity“ in Mailand vorgestellt und durchquert vom Brenner bis nach Sizilien das ganze Land, plus eine Strecke in Sardinien. Die Besonderheit dieser Radwanderroute ist, dass sie fast nie auf Radwegen verläuft. Laut dem Webportal „BICITALIA“ handelt es sich nur bei 4 % um Radwege, 26 % sind „greenway“ (Radwege oder befahrbare Strassen ohne Verkehr) und die restlichen 70 % sind Strassen mit mehr oder weniger Verkehr.

Der Sonnen-Radweg ist eine Teilstrecke des EuroVelo 7 (der zentrale Radwanderweg von Europa: vom Nordkap in Norwegen bis nach Malta). Die beiden Routen vereinigen sich auf der Höhe des Franzenfesters Stausee (Bozen), und weiter geht es bis nach Sizilien über: Gardasee, Mantua, Bologna, Toskanisch-Emilianischer Apennin, Florenz, Rom und Neapel.

Landkarte

Höhenprofil

Hoehenprofil

Track GPSTrack KML

Trentino-Südtirol

Der Sonnen-Radweg startet am Brenner (Bozen), aber wer möchte, kann auch in Toblach an der Grenze zwischen Österreich und Italien auf dem EuroVelo 7 losradeln. Dort, wo einmal der Grenzübergang war, steht jetzt ein Einkaufszentrum. Es wurde 2007 als Maßnahme gegen die durch die Grenzöffnung verursachte Wirtschaftskrise errichtet. Hinter der Kirche können sie den Eisack-Wasserfall (oder Ursprung) sehen, dann schlängelt sich der Fluss durch das gleichnamige Tal. Wir werden dem Eisack bis an sein Ende in Bozen (95,5 km) folgen, wo er in den Etsch
mündet. Obwohl diese erste Teilstrecke durch die Alpen führt, ist sie nicht sehr anstrengend, da sie dem Fluss entlangläuft. Sie ist für wenig erfahrene Radfahrer und für Familien geeignet.

Nachdem Sie Bozen durchquert haben geht es dem Fluss Etsch entlang auf den zahlreichen „greenway“ der Region weiter (in diesem Teil der Radroute und auch an der Grenze zwischen Venetien und Lombardei, bei Mantua und im Chianatal werden Sie oft auf „greenway“ radeln). Nach fast 60 km kommen wir in Trient an, wo das berühmte Konzil (1545 – 1563) stattfand. Der Hauptanlass war die Notwendigkeit, auf die Forderungen und Lehren der Reformation (Martin Luther, Johannes Calvino) zu reagieren. Nach weiteren 50 km kommen wir nach Borghetto (Stadteil von Valeggio sul Mincio) in Venetien.

Radrouten in Trentino-Südtirol

Venetien

Im Vergleich mit den anderen Regionen verläuft in Venetien die kürzeste Strecke des Sonnen-Radweges, aber deshalb ist er nicht weniger interessant. Wir empfehlen Ihnen, in Peschiera del Garda (Verona) Halt zu machen, wo sich früher eine der Festungen des österreichischen Festungsviereck befand. Sie war Schauplatz von einem der vielen Kriege während der Renaissance. Und wenn Sie Kinder haben, besuchen Sie auch denn bekannten Vergnügungspark der Gegend. Es geht weiter in der Ebene bis man in die Lombardei kommt.

Sonnen Radweg

Radrouten in Venetien

Lombardei

Die lombardische Strecke beginnt im Ort Pozzolo (Mantua), wo die Schlacht von Pastrengo stattfand. Es war eine der wichtigsten Schlachten des Ersten Unabhängigkeitskrieg. Nach weiteren 23 km kommen Sie nach Mantua, wo eine der wichtigsten Familien der Renaissance regierte: die Familie Gonzaga. Es lohnt sich, ihren einstigen Wohnsitz, den „Palazzo Ducale“, zu besuchen. Er beherbergt Kunstschätze von der gotischen bis zur barocken Epoche.
Sie lassen Mantua und das Dorf Andes, das als Geburtsort des Dichters Vergil gilt, hinter sich und kommen an den Po. Sie durchqueren das Dorf San Benedetto Po (Mantua) bis zum Fluss Secchia. Dort geht es links vom Fluss auf einer verkehrsarmen Strasse bis zur Grenze von der Region Emilia-Romagna.

Radrouten in der Lombardei

Emilia-Romagna

Der Weg folgt anfangs dem Fluss Secchia und der Provinz von Modena. Dieses Gebiet wurde letztes Jahr im Mai von einem Erdbeben getroffen.
Wenn Sie am alten Bahnhof von Bastiglia ankommen, haben Sie die Möglichkeit, entweder auf der Hauptroute über Bologna oder auf einer Nebenroute über Modena zu fahren. Der Weg über Modena verbindet sich auf der Höhe des Dorfes Vergato (Bologna) wieder mit der Hauptroute.

Die Variante über Modena ist wohl der anstrengendeste Teil des gesamten Sonnen-Radweges. Aber sie ermöglicht es, den ganzen Weg bis nach Rom mit dem Fahrrad zurückzulegen. Wenn Sie die Hauptroute über Bologna wählen, ist es empfehlenswert, von Sasso Marconi (Bologna) bis Vergato (Bologna) den Zug zu nehmen, da die Teilstrecke im Reno-Tal sehr stark befahren ist.
Außer im letzten Teil verläuft die Nebenroute auf Radwegen oder „greenway“ und man könnte sie“ die Variante der Liedermacher oder Musiker“ nennen. Persönlichkeiten der Musikbranche wie Pavarotti, Guccini, Pierangelo Bertoli und Vasco Rossi leben oder haben in den Orten (Vignola, Modena, Zocca) entlang der Teilstrecke gelebt.
Auf dieser Strecke erwartet Sie eine anstrengende Steigung: sie ist circa 17 km lang und die Durchschnittsneigung beträgt 5 %, die maximale Neigung 16 %.

Wie schon erwähnt verläuft die Hauptroute auf Straßen mit mittlerem bis starkem Verkehr. Nachdem wir die Provinz von Modena verlassen haben und das Gebiet „Persicetano“ durchquert haben, kommen wir nach Borgo Panigale, ein Stadtteil im Nord-Westen Bolognas. Der Motorradhersteller Ducati hat hier seinen Sitz. Man fährt, anfangs auf der viel befahrenen Via Emilia, in die Stadtmitte. Es lohnt sich, anzuhalten um einige wichtige Sehenswüdigkeiten anzusehen. Zum Beispiel die
gotische Basilika San Petronio (der Schutzpatron der Stadt) an der Piazza Maggiore oder den Turm „Torre degli Asinelli“. Er ist mit seinen 97 Metern der höchste schiefe Turm von Italien. Sollten Sie sich für einen längeren Aufenthalt in der Provinzhauptstadt Bologna entscheiden, können Sie die gute Küche der Emilia-Romagna kosten. Bekannt sind ihre Ragouts, die Tortellini und vor allem ihre Salamisorten.

Wir verlassen Bologna und fahren dem Fluss Reno entlang weiter bis nach Sasso Marconi. Um die stark befahrenen Strassen zu vermeiden ist es ratsam, wie bereits erwähnt, von hier den Zug bis nach Vergato (Verbindungspunkt der beiden Routen) zu nehmen. Hier erwartet uns eine zweiteilige Steigung: zuerst geht es bergauf, dann wieder kurz bergab bis zur Grenze mit der Toskana. Die Steigung ist circa 20 km lang und hat eine Durchschnittsneigung von 2 %, maximal 7 %.

Radrouten in Emilia-RomagnaSonnen Radweg

Toskana

In der Toskana geht es durch das Tal „Limentra“ in der Provinz Pistoia gleich weiter mit dem zweiten Teil der Steigung. Dieser ist nur 11 km lang und hat eine Durchschnittsneigung von 3 %, maximal 5 %. Nachdem Sie den Pass Acquiputoli überwunden haben geht es steil abwärts bis zu den Orten Tobbiana und Montale. Wir empfehlen Ihnen, vorsichtig zu fahren und nur mit Bremsen in gutem Zustand.
Wir fahren durch die Orte Prato und Campi Bisenzio weiter, bis wir an den Fluss Arno kommen. Er begleitet uns bis nach Florenz, Wiege der Renaissance.
In Florenz folgt die Route größtenteils der Richtung des Flusses, meist auf den schon vorhandenen Radwegen und den am Arnoufer liegenden Parkwegen. Strecken, die zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten führen, werden nicht beschrieben. Es lohnt sich sicher anzuhalten, um einige der bedeutenden Kulturschätze zu besichtigen. Wie zum Beispiel das Hauptwerk Brunelleschis, die weltbekannte Kuppel in der Kathedrale S. Maria del Fiore (die größte gemauerte Kuppel, die je gebaut wurde). Giottos Glockenturm, die „Piazza della Signoria“ mit dem „Palazzo Vecchio“, das Kunstmuseum „Galleria degli Uffizi“, das einige der wichtigsten Kunstwerke der Renaissance-Künstler wie Botticelli, Leonardo und Michelangelo beherbergt. Sie arbeiteten am Hof der Familie Medici.
Weiter geht es mit unserer Route bis zur „Ponte Vecchio“. Um den Verkehr zu vermeiden, ist es besser, man wechselt nun von der rechten auf die linke Uferseite. Mit einigen „Auf und Abs“ und manchmal etwas Verkehr geht es fast bis zu der Stadt Arezzo weiter dem Fluss entlang, . In Arezzo wird die Route zum „Sentiero della Bonifica“ [www.sentierodellabonifica.it], ein circa 60 km langer Weg, der Arezzo mit Chiusi verbindet und das ganze Chianatal durchquert. Da es sich um einen flachen Weg handelt, ist er ideal für Radreisende, aber auch für Eltern, die mit ihren Kindern eine Probefahrt im Grünen ausprobieren wollen. Nachdem wir am Ende dieses Weges angelangt sind, fahren wir an dem Ort Chiusi (Siena) vorbei bis zur Grenze mit Umbrien.

Umbrien

Die Routenteilstrecke in Umbrien ist weder sehr lang noch sehr anstrengend. Aber sie ist eine gute Übung für diejenigen, die eine nicht völlig flache Strecke ausprobieren wollen. Man muss nur in einigen Abschnitten wegen dem starken Verkehr aufpassen. Dies gilt besonders für Ficulle in der Nähe von Fabro, wo der Sonnen-Radweg auf der SS71 „Umbro Casentinese Romagnola“ entlangläuft (bis zum Bau der „Sonnen-Autobahn“ 1964 war sie der Hauptverkehrsweg zwischen Rom und dem Osten der Toskana). Auch in Orvieto Scalo ist Vorsicht geboten, da viele Autos von hier auf die Autobahn A1 fahren. Danach ist die Route bis in die Provinz Latium ruhig.

Radrouten in Umbrien

Sonnen Radweg

Latium

Im Landkreis von Viterbo geht es sofort mit dem anstrengendestem Teilstück des Latium los. Hier in der „Tuscia“ geht es ständig bergauf, bergab und kurz vor Rom erwartet uns auch noch eine Steigung. Auf der Höhe von Civita Castellana haben Sie die Möglichkeit auf der Hauptroute weiterzufahren, oder die Abkürzung über Faleria zu nehmen. In Calcata (Viterbo), einem antiken mittelalterlichem Dorf hoch oben auf einem Tuffberg, verbindet sich die beiden Strecken wieder.
Man radelt dann noch für eine kurze Zeit durch die Umgebung von Rom und erreicht dann endlich die Hauptstadt, die „Ewige Stadt“.
Es ist nicht nötig, Werbung für sie zu machen. Für diejenigen, die Rom noch nicht kennen, ist es eine gute Gelegenheit, um sich von der langen Reise zu erholen und die Schönheit dieser Stadt in vollen Zügen zu genießen.

Es ist sehr beeindruckend, Rom mit dem Rad zu durchqueren. Wir fahren dem Tiber entlang, vorbei am „Circo Massimo“ (wo in der Antike Quadrigarennen und Schiffskämpfe „le naumachiae“ stattfanden) und den Caracalla-Thermen, um auf der via Appia Antica, la Regina Viarum die Stadt wieder zu verlassen. Sie war eine von den wichtigen Hauptverkehrsadern im alten Rom. Die Straße besteht noch aus den Pflastersteinen „sanpietrini“, einige Stücke aber auch aus römischem Basalt. Deshalb fahren viele Radfahrer links und rechts von der Appia Antica, wodurch zwei befahrbare Pfäde enstanden sind. Sie radeln im wahrsten Sinne des Wortes inmitten der römischen Grabdenkmäler, die von hohen Pinienbäume und Zypressen umgeben sind.

Am Ende der Via Appia Antica geht es auf der Straße Ardeatina bis nach Campoleone (Latina) weiter. Bald danach kommen wir ans Tyrrhenische Meer, und die ebene Route verläuft neben der Küste. In der Umgebung von Terracina könnten Sie starken Verkehr vorfinden, da es hier auf die Straße Pontina geht. Die Route entlang der tyrrhenischen Küste endet in Marina di Minturno, man radelt dann einige Meter auf der Via Appia und kommt in die Provinz Kampanien.

Bevor wir mit der Routenbeschreibung fortfahren, ist folgendes zu sagen: Bis jetzt haben wir uns auf die im Webportal von Bicitalia vorhandene Karte gestützt. Die Sonnen-Route geht auch in Süditalien weiter, aber abgesehen von einem Stück in Sizilien, ist sie im Webportal nicht vorhanden und auch in anderen Portalen nicht. Nur auf der Website FIAB ist eine Karte vom nationalen Radwegenetz und der Sonnen-Route von 2012 veröffentlicht, allerdings ohne jegliche weitere Information. „FIAB“ erklärt, dass Bicitalia eine sorgfältige und enge Auswahl von Straßen getroffen hat und nur die für eine Radreise wirklich geeigneten Straßen vorschlägt. Demzufolge bevorzugt auch „FIAB“ die Straßen, die von Rom in den Süden führen, nicht zu empfehlen.

Von hier an ist die Reiseroute, abgesehen von einigen Teilstrecken in Sizilien, mit dem Software BikeRoadToaster erarbeitet worden. Es wurde dabei versucht, sie getreu der Karte von FIAB zu gestalten.
Da die Straßen nicht getestet worden sind und es auf einigen Strecken nicht vorgesehen ist, mit dem Rad zu fahren (zum Beispiel die Strecke entlang der ionischen Küste von Kalabrien), können wir sie nicht empfehlen.

Radrouten in Latium

Kampanien

Das erste Teilstück in Kampanien ist flach und folgt der tyrrhenischen Küste. Wenn wir in Bagnoli in der Nähe von Napoli ankommen, können wir auf dem neuen Radweg bis in die Stadtmitte, zum „Piazza del Plebiscito“ radeln. Dieser ist einer der wichtigsten Plätze der Hauptstadt des ehemaligen Königreiches beider Sizilien. Der Radweg, der eigentlich bis nach San Giovanni a Teduccio führen soll, ist leider noch nicht fertig und endet gerade gegenüber dem Königspalast. Achten Sie auf die vielen Mofafahrer, die mit teils hoher Geschwindigkeit auf dem Radweg fahren.

Nachdem wir Neapel verlassen haben, kommen wir in die Provinz von Salerno. Im ersten Routenabschnitt könnten Sie Schwierigkeiten bei der Durchfahrt durch die Stadt Salerno haben. Die Route bleibt meist flach und schlängelt sich durch die Ebene des Flusses Sele. Nach dem Ort Agropoli (Salerno) führt die Sonnen-Route ins Innere des Nationalparks Cilento. Hier wird es anstrengender, da es bis zur Grenze mit der Basilikata einige Steigungen zu bewältigen gilt (die schwierigste ist 15 km lang und hat eine Durchschnittsneigung von 4 %, maximal 10 %).

Radrouten in Kampanien

Basilikata

Die Route in Basilikata ist nicht sehr lang, aber sie ist nicht für alle Radfahrer geeignet. Es geht wieder hoch und runter wie im Gebiet vom „Cilento“, auch wenn es weniger anstrengend ist. Nur auf den letzten Kilometern in Lukanien wird die Route eben.

Sonnen Radweg

Kalabrien

Der Sonnen-Radweg beginnt im Nationalpark Pollino mit einer langen Steigung (24 km mit einer Durchschnittsneigung von 3,5 %, maximal 8,5 %). Danach geht es wieder abwärts bis zum Ionischen Meer. Von hier an wird die Straße völlig eben und man fährt durch magische Orte. Wie zum Beispiel Crotone, eine antike griechische Kolonie, die im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde und eine der wichtigsten Städte der „Magna Grecia“ war oder die Landspitze Isola di Capo Rizzuto.

Wenn wir in der Nähe von Catanzaro, der Hauptstadt der Region Kalabrien angekommen sind, haben wir wieder zwei Möglichkeiten: die tyrrhenischen und die ionische Route.
Auf dem ersten Weg fahren wir von einer Küste Kalabriens zur anderen, und genauer gesagt von Catanzaro Lido bis in die Umgebung von Lamezia Terme. Hier geht es dann der tyrrhenischen Küste entlang weiter. Nur zwischen den Orten Vibo Valentia und Rosano kommen wir kurz ins Landesinnere. Diese Route ist nicht anstrengend, von zwei kurzen Teilstücken abgesehen. Es gibt keine besonderen Attraktionen zu sehen, aber der Westen von Kalabrien bietet immer wieder wunderschöne Landschaften.
Wenn wir in Catanzaro Lido die ionische Route wählen, geht es der ganzen kalabrischen Küste entlang (außer dem tyrrhenischen Teil natürlich). Diese Strecke ist ebenfalls nicht anstrengend und hat weder Steigungen noch steile Kurzstrecken. Allerdings könnten Sie in der Nähe von Reggio Calabria Schwierigkeiten mit dem Verkehr haben. Auch auf dieser Strecke lohnt es sich öfters anzuhalten, um die herrliche Landschaft zu betrachten, die in der Vergangenheit schon die antiken Griechen bezaubert hat. Die beiden Routen treffen sich in Villa San Giovanni (Reggio Calabria) wieder, das auch Endpunkt der Strecke in Kalabrien ist. Hier kann man die Fähre über die Meerenge von Messina nach Sizilien nehmen.

Sizilien

In Sizilien beginnt die Route in Messina. Der leicht hügelige aber einfache erste Teil der Strecke führt an der östlichen Küste der Region entlang. Wir können die gleichen Orte wie die antiken Griechen im 8 Jahrhundert v. Chr. bewundern, als sie ihre ersten Kolonien in Italien gründeten. Reste ihrer Zivilisation können wir in Taormina (Messina) und Giardini Naxos (Messina) besichtigen.

Der Eurovelo 7 und der Sonnen-Radweg trennen sich in Syrakus. Der Fernradweg 7geht in Malta weiter und unser Sonnen-Radweg folgt der gesamten sizilianischen Südküste durch die Provinzen von Ragusa, Caltanissetta und Agrigent. Es ist ratsam, sehr aufmerksam zu radeln, da in diesen Orten viel Verkehr herrscht, vor allem in der Umgebung von Licata und zwischen Agrigent und Porto Empedocle. In der Nähe von Agrigent können wir eine Variante wählen. Sie führt uns in den Geburtsort von dem Schriftsteller und Nobelpreisträger Luigi Pirandello, sowie in das Tal der Tempel – „valle dei Templi“, Zeuge der griechischen Kultur und einer der faszinierendsten Orte ganz Italiens.

Die Route führt weiter durch die Provinzen Trapani und Palermo. Auch hier herrscht oft viel Verkehr. In Trapani zum Beispiel wegen dem Flughafen und auf der Strecke nach Alcamo wegen mehreren Bauarbeiten. Beide Male ist es möglich, einen anderen Weg zu fahren. Trapani kann man vermeiden, indem man von Marsala aus nach Castellamare del Golfo fährt, wo man wieder auf die Hauptroute trifft (die Variante führt Sie durch einige Orte wie Calatfimi und Salemi, die durch Giuseppe Garibaldi – „Zug der Tausend“- bekannt geworden sind). Alcamo (eine kurze Strecke der Straße SS113 ist wegen Bauarbeiten an der Eisenbahnlinie geschlossen) kann man umgehen, indem man über das Dorf Isola delle Femmine an der Küste fährt. Danach geht es ohne Probleme weiter bis zur Regionshauptstadt Palermo, Endpunkt der Route in Sizilien.
Radrouten in Sizilien

Sardinien

Sardinien ist die letzte Region, durch die uns der Sonnen-Radweg führt. Es gibt sogar zwei Routen, die beide die Regionshaupstadt Cagliari als Startpunkt haben. Die erste Route durchquert den westlichen Teil der Insel und endet in Sassari. Sie führt uns an einige wunderschöne Orte Sardiniens, wie zum Beispiel zum größten und am besten erhaltenen Nuraghen-Komplex der ganzen Region „Su Nuraxi“ („Nuraghe“, ein prähistorischer Turmbau) und Weltkulturerbe der UNESCO. Oder Alghero, das auch das kleine Barcellona genannt wird, weil dort noch immer die katalanische Sprache verwendet wird.

Die zweite Route hingegen läuft der Ostküste entlang bis nach Santa Teresa di Gallura, der Endpunkt des Sonnen-Radweges. Eine kurze Teistrecke der Route ist anstrengend, da es in den schönen und wilden Nationalpark Gennargentu in der Nähe von Nuora geht. Es lohnt sich auch den Naturpark Molentargius in der Nähe von Cagliari zu besuchen Um den Bestand des Rosaflamingos zu vermehren ist ein Teil des Parks ihm gewidmet. Und auch die Gegend von Gallura ist sehr reizvoll. Der italienische Sänger Fabrizio de André hat dort seine „wahre Heimat“ gefunden und einige Lieder über sie geschrieben.

Liste der Radrouten in Italien

Bücher

Ein 3. Band, der von der Strecke Florenz -Rom handelt, ist in Bearbeitung. FIAB hofft den Führer innerhalb des Jahres zu veröffentlichen

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