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Italien mit dem Fahrrad: Wege und Informationen

Italien mit dem Fahrrad

Italien mit dem Fahrrad: Für und Wider

Es gibt mehrere Aspekte, die aus einem Land das ideale Land für Radreisen machen. Einige davon gelten auch für alle anderen Arten von Tourismus, wie zum Beispiel die Schönheit der Region und der Landschaft, die Anzahl der Kunststädte, der Reichtum an Tradition und Kultur, die Gastronomie, das Klima. Was dies anbetrifft, wird Italien sicher in der ganzen Welt sehr geschätzt. Tatsächlich ist es noch eines der am meisten besuchten Länder in der ganzen Welt, obwohl die Konkurrenz anderer Länder (zum Beispiel Spanien) in letzter Zeit gestiegen ist.
Radtouristen achten in der Regel aber auch auf andere Aspekte, die für ihre Reise wichtig sind: das Vorhandensein von Radfernwegen und Radrouten auf wenig befahrenen Nebenstraßen, die Sicherheit der Wege generell, das Dienstleistungsangebot entlang der Strecken (Hotels für Radfahrer, gute Ausschilderung der Wege, Reparaturwerkstätten, Spielplätze für Familien mit Kindern). Hier liegt Italien, verglichen mit dem Standard der  nordeuropäischen Länder, weit zurück. Es muss noch viel getan werden, aber an Projekten fehlt es nicht.

Radtourismus in Italien: Neuigkeiten

Seit einigen Jahren kümmert  sich die FIAB („Italienischer Verband der Fahrradfreunde“) um die Realisierung eines Radwegenetzes, das in Italien gänzlich fehlt. In ihrem Projekt „Bicitalia“ haben sie eine Reihe von Radrouten im ganzen Land geplant. Teilweise bestehen diese Routen schon. Es handelt sich entweder um bereits vorhandene Wege oder um Strecken, die dafür geeignet erscheinen. Das Projekt „Bicitalia“ wird regelmäßig den Bundesländer und Gemeinden vorgelegt, da diese es finanzieren sollten. Etwas ist schon realisiert worden, aber es muss noch viel getan werden.
Das Aushängeschild des nationalen Radwegenetzes soll die „Ciclopista del Sole“ (Sonnen-Radweg) sein, ein Radwanderweg, der vom Brenner bis nach Sizilien führt, plus eine Teilstrecke in Sardinien. Bis heute sind nur die Strecken Brenner – Verona (Peschiera del Garda) und teilweise Verona – Florenz wirkliche Radwege (die restliche Strecke besteht aus Strassen). Der andere italienische Fernradweg ist die „Via Francigena“, die Frankenstraße oder der Frankenweg. Es ist eigentlich ein Pilgerweg, wird aber heute auch von vielen Radreisenden befahren.

Wo in Italien Rad fahren?

Die wichtigsten Radwege und touristischen Radrouten befinden sich in der Mitte von Norditalien, vor allem in Trentino-Südtirol, Venetien, Emilia-Romagna. Es stehen Ihnen nicht nur Radwege zur Verfügung.  In der Nebensaison sind die Straßen oft so wenig befahren, dass es ein Vergnügen ist, auch auf ihnen zu radeln. Ein wichtiger Punkt für die Auswahl einer Route, abgesehen vom Verkehr und der Sicherheit, könnte für einige auch die körperliche Anforderung sein. In Italien gibt es, wie bekannt, viele Berge, und  wenig trainierte Radfahrer  könnten vor  ein paar anstrengenden Steigungen zurückschrecken. Wenn Sie lieber in flacheren, aber trotzdem schönen Region radeln wollen, empfehlen wir Ihnen sowohl das Landesinnere als auch die Küste der Halbinsel „Salento“ und andere Gebiete von Apulien, das Podelta mit den Radweg „Destra Po“(„rechts vom Fluss Po“), die abruzzesische Küste entlang dem Radweg bike to coast (bereits in Realisierung), oder die Küstenlandschaft „Versilia“ in der Toskana….
Und Sie dürfen sich nicht die zehn italienischen Panoramastraßen entgehen lassen.
Wenn Sie keine Reise planen, sondern nur radeln wollen, finden Sie hier eine Liste von organisierten Radreisen in Italien.

Fahrradtransport im Zug in Italien

Bei der Staatsbahn „Trenitalia“ können Sie das Fahrrad in Regionalzügen mitnehmen, die mit dem Zeichen „Fahrradmitnahme möglich“ gekennzeichnet sind. Für das Rad haben Sie zwei Möglichkeiten:
1) Sie können die gleiche Fahrkarte wie für sich kaufen.
2) Meist günstiger: Sie lösen  eine spezielle Radfahrkarte. Diese kostet 3,50  €  und gilt ab ihrer Entwertung 24 Stunden lang. Nicht immer gibt es einen Fahrradwagen oder -abteil. Die Fahrradmitnahme ist kostenlos, wenn es in einer Fahrrad-Transporttasche (oder einem Sack) transportiert wird.
In nationalen Zügen können Sie Ihr Fahrrad nur in einer Transporttasche (Sack) mitnehmen, die nicht größer als 80 x 110 x  40 cm sein darf.  Der Transport ist kostenlos. Dies gilt für Trenitalia und für die private Eisenbahngesellschaft Italo.
Die Fahrradmitnahme ist auch in einigen internationalen Zügen möglich. Der Transport von Rädern in den dafür vorgesehenen  Abteilen kostet 12 € (die Fahrradkarte kann auch im Zug gekauft werden). Wir raten Ihnen, wenn möglich, zu reservieren. Die Mitnahme ist kostenlos, wenn das Rad in einer Fahrrad-Transporttasche (oder einem Sack, Dimensionen 80 x 110 x 40 cm) transportiert wird.
Hier das Webportal Trenitalia (mit Informationen über die internationalen Züge von und nach Italien)  und Italo.

Radwege und Reiserouten in Italien

•    GRAB, die Rundstrecke von Rom
•    Ciclopista del Sole (Sonnen-Radweg)
•    Fahrradroute am Volturno
•    Von Mailand Richtung Certosa di Pavia entlang des Naviglio
•    Via Francigena (Frankenstraße)
•    Ciclovia Destra Po (Rechten Po-Seite)
•    Varese See
•    Favignana (Sizilien)
•    Vom Brenner nach Ravenna
•    Naviglio Grande (Mailand)
•    Naviglio Martesana
•    Mincio Fahrradweg (Gardasee)
•    Fahrradweg am Brenta (nach Venedig)
•    Ciclovia dei Borboni
•    Radweg Alpe Adria

•    Appia Antica
•    Radweg Riviera dei Fiori
•    Strecke Radrennen Eroica
•    Radweg Valsugana
•    Brenta -Radweg
•    Radweg Valle dell’Adige (Etschtal)
•    Radweg Via Claudia Augusta

•    Radrundweg der Euganeischen Hügel
•    Radweg des Flusses Mincio
•    Ciclabile Adige-Po ( Fluss Etsch – Po)
•    Radweg Alta Val di Non („Oberes Nonstal”)
•    Ciclabile Treviso – Ostiglia (von Treviso nach Ostiglia)
•    Ciclopista dell’Arno
•    Dolomiten-Radweg
•    Occidentale sarda (von Alghero nach Pula, Sardinien)

Bücher über das Thema: Italien mit dem Fahrrad

 

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